Abstieg in die Unterwelt?

Gestern sah ich auf meiner kleinen Radtour in der Nähe seltsame Erdbewegungen. Diese akkurat ausgeführten Treppenstufen führen in den darunter liegenden Schlot, aber vielleicht waren sie auch eine vorbereitende Maßnahme, um sich im fein säuberlich entasteten Strauch ein Baumhaus zu bauen? Wahrscheinlich Letzteres, weil ich an einem anderen Ort 2 Kinder in Sträuchern rumoren gehört und gesehen habe. Mir wäre das nicht aufgefallen, wenn nicht auf dem gepflasterten Weg das Kettcar gestanden hätte. Das nenne ich „Wege aus der Krise!“

Neues vom Tom

Am 27. August passierte es. Er wurde angefahren und schwer am Kopf verletzt. Sein Gaumen war gespalten, Kiefer gebrochen und ein Fangzahn weg. Er hat die Operation gut überstanden und ist wieder bei mir. Er sieht nun noch verwegener aus: nur ein Auge, das Maul immer offenstehend, leicht sabbernd und die Reste der letzten Malzeit ums Maul. Da er noch sehr empfindlich ist, kann ich ihn nicht säubern.

Ich hoffe, daß er zu seiner alten Selbstsicherheit zurückfindet obwohl er wahrscheinlich nicht mehr auf Jagd gehen kann.

Tom, der Neue

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Tom ist seit dem 12. Juni bei mir. Seine Fellmusterung fasziniert mich immer von Neuem. Ausgehend vom Rückenstreifen zieht sie sich absolut identisch über den ganzen Körper. Wenn er vor mir herläuft, – natürlich um mir zu zeigen, daß sein Fressnapf schon wieder leer ist, – kommt er mir vor wie ein Reptil. Nur wenn Tom mich ansieht, ist es mit der Symmetrie vorbei: Er hat nur noch ein Auge, das rechte. Ich hoffe, das trübt seinen Blick auf die politische Lage nicht. Ich wünsche mir jedenfalls eine lange harmonische Hausgemeinschaft mit ihm und weiter ungetrübte liebevolle Zuneigung. Das soll ja selten vorkommen….